Demokratie-Referat Luzern

Luzern

Demokratie ist ein Instrument oder Werkzeug zur Gestaltung sozialer beziehungsweise rechtlicher Beziehungen in einer Gemeinschaft. Bekanntlich werden Instrumente oder Werkzeuge für bestimmte Situationen oder Problemstellungen konstruiert. Eine Gabel eignet sich gut zum Spaghetti-Essen, ein Kontrabass als Begleitinstrument in einem Ensemble – beide eignen sich nicht, um eine Orange zu schälen oder Kartoffeln zu ernten. Auch Demokratie ist kein Instrument, um alle sozialen Situationen befriedigend zu gestalten.

In gesellschaftlichen und politischen Diskussionen werden in der Regel Konzepte eingebracht und vehement verteidigt. In meinem Referat im Rahmen des von Theres Schöni in Luzern am 17. März 2018 organisierten zweiten Wirtschaftsgipfels ist es mir darum gegangen, die verschiedenen sozialen Situationen, die nach (demokratischer) Partizipation rufen, zu charakterisieren und daraus abzuleiten, wie Partizipation aussehen könnte. Das Referat trug den Titel: «Die Demokratiefrage in Staat, Wirtschaft und Kultur. Beteiligungs- und Entscheidungsformen und ihre Voraussetzungen». Hier ist das Referat zu finden.

No Billag

ITTFacebook ist voll von Beiträgen für und gegen die No Billag-Initiative. Es ist erstaunlich, dass in der Diskussion eine fast ausschliessliche Ja-Nein Konstellation herrscht. Zwar gibt es in der Abstimmung nur Ja oder Nein. Die weitere Entwicklung wird vermutlich eine breitere Palette an Möglichkeiten fordern.

Bild anklicken - dann geht es weiter zum Blog-Beitrag.

Separatismus

Kurdish languages mapKurdish languages mapEs mag Zufall sein, dass gleichzeitig verschiedene separatistische Bewegungen aufbrechen. Den Druck in Richtung Verselbständigung gibt es aber noch sehr viel häufiger, als derzeit sichtbar ist. Die Versuchung totaler Unterdrückung ist gross (Burma, China). Das „Rezept“ einer Separatismus-Prävention wäre so einfach. Es stellt allerdings den Einheitsstaat in Frage.

Auf die Karte klicken, um zum Blog-Eintrag zu gelangen.

Mietkostengetriebene Sozialhilfe

201103 DSC 1944Sozialhilfe ist ein Themenbereich, in dem sich trefflich polemisieren lässt. Wie üblich lassen sich die „Argumente“ dann am beliebigsten und gemäss den eigenen politischen Vorlieben auswählen, wenn die Datenlage dünn ist. Wer will oder kann dann schon widersprechen!

Diese Situation und ein Wachstum der Sozialausgaben (innerhalb von 10 Jahren von 1.7 auf 2.6 Milliarden Franken) waren der Ausgangspunkt für parlamentarische Vorstösse von sozialdemokratischer Seite. Forderung: mehr Transparenz. Der 2014 geforderte Bericht wurde am 6. September 2017 vorgelegt. Zwar weist der Bericht Lücken auf. Es gibt aber durchaus Feststellungen, die mindestens mit Beispielen belegt sind und auf die stärker fokussiert werden sollte. Dazu gehört das Stichwort „Mietkosten“.

... und was die verantwortliche Redaktorin des Infosperber von diesem Beitrag hält.

Auf das Bild klicken, um weiterzulesen.

Interessiert an einer Meldung, wenn ein neuer Blog-Eintrag erfolgt ist? Dann bitte eine kurze Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Bild: Matthias Wiesmann

"Labelsalat - mit Sauce"

C RGB 1481KBWeshalb eigentlich ist – im Zusammenhang mit Bio-Produkten – von Label-Salat die Rede? Weshalb wird nicht ebenso die kaum überblickbare Zahl von Waschmitteln, Sportschuhen, Handymarken und so weiter thematisiert?

Hier wie dort sind Labels Marken und damit Waffen im Kampf um Marktanteile. Oder gibt es doch Unterschiede? Vielleicht rührt die Sensibilität, wenn wir einmal davon absehen, dass es journalistisch billig ist, sich mit diesem Schlagwort zu profilieren, aus der Zeit, als Bio-Labels Pioniertaten von zusammenarbeitenden, sich an einer Idee orientierenden Bauern waren. Vielleicht ist die Klage über Label-Salat berechtigter Ausdruck einer Enttäuschung, dass Bio-Labels zu Profilierungsinstrumenten von Handelsketten geworden sind. Mehr dazu und zu einer Idee, was man tun könnte, in diesem Beitrag. (Bitte auf das Bild klicken, um zum Beitrag zu gelangen.)

 

Das ist das Label (oder die Marke?) von Wiesmann & Wiesmann. Es nimmt an keinem Label-Rating teil.

Logo: Atelier Clerici

Die Lückenpresse nicht die Lügenpresse ist das Problem

170719 AlpaufzugThomas Fuster von der NZZ-Wirtschaftsredaktion schrieb einen Beitrag über Wachstum. Illustriert wird der Artikel vom Bild eines Alpaufzugs, das tatsächlich gut zum Beitrag passt. Auf dem Bild sind gegen 20 Kühe und vier Menschen zu sehen, die sie antreiben. Was hier gezeigt wird, ist in Bezug auf eine ökonomisch vernünftige Arbeitsproduktivität also tatsächlich völliger Unsinn.

In Sachen Arbeitsproduktivität in der Milchwirtschaft könnte die Schweiz von Saudiarabien lernen. Die dortige Milchproduktion beschrieb die NZZ in einem Beitrag vom 7.2.2015. Da gibt es mitten in der Wüste Ställe für 160'000 Kühe. (In der Schweiz gibt es insgesamt etwa 550'000 Kühe.) „Das Futter für die Tiere – auf jeder Farm gibt es drei Bereiche mit jeweils 7500 Tieren – wird wenige hundert Meter von der Melkanlage und den offenen Kuhställen entfernt in grossen Anlagen gemixt. Das Heu und die Maisflocken kommen aus dem Ausland. Am Rande der Mischanlage stehen noch die Transportcontainer, mit denen das Futter nach Saudiarabien transportiert worden ist.“ Folgerung: Die Schweizer Bauern wären produktiver, wenn sie die Hände vom Heuen, Silieren und erst recht von der Alpwirtschaft lassen und das Futter aus Brasilien importieren würden. Alpen und Voralpen würden allmählich von Wald und Busch zurückerobert. Am Rand der Agglomerationen würden einige Mega-Ställe mit Gleisanschluss die Milch- und Fleischproduktion übernehmen. Die zentrale Lage dieser Produktionsstätten würde die Verteillogistik erleichtern. Der Bergtourismus würde sich einige Folklorebauern und Rinderherden halten. Wahrlich: Rundum ein ökonomischer und ökologischer Gewinn. - Ist es das, was den Landwirtschaftskritikern vorschwebt? (Bitte auf das Bild klicken, um zum Hauptbeitrag zu gelangen.)

Bild: NZZ

Demokratisierung der Wirtschaft

BerlinDemokratisierung der Wirtschaft? Das löst in der Privatwirtschaft Stirnrunzeln aus. Privatwirtschaft? Inwiefern können Aktivitäten, die Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft haben, als privat bezeichnet werden?

Also noch einmal: was könnte Demokratisierung der Wirtschaft (die über die Wahrung von Gruppeninteressen im Rahmen betrieblicher Mitbestimmung hinausgeht) bedeuten? Das Referat im Rahmen einer Gemeinwohl-Ökonomie-Veranstaltung in Berlin unterscheidet zunächst einmal Demokratie und Partizipation.

Das Referat ist hier zu finden.

Wer über neue Blog-Einträge benachrichtigt werden möchte, kann mir dies mit einer Mail an meine Adresse mitteilen (bitte Namen und Wohnort angeben).