Digitalisierung

20130510 DSC 6773Wir sind ihre Wegbereiter und Kritiker zugleich

Ist Digitalisierung etwas «da draussen», ein Computer-Wesen? Entspringt sie derjenigen Macht, «die stets das Böse will»? Ist Digitalisierung also etwas, das uns schicksalshaft trifft, an dem wir aber eigentlich keinen Anteil haben, ausser eben, dass wir in vielfacher Weise mit ihr konfrontiert sind?

Einige Beispiele zeigen, dass wir geradezu digital veranlagt sind, dass wir uns hinter digitalen Prozessen verstecken können und Verantwortung loswerden. Eine Spurensuche, die zur Erkenntnis wesentlicher Prozess- und Sozialgestalten führt.

Auf das Bild klicken, um zum Beitrag zu gelangen.

Die grosse Vertreibung

20031019 PICT 0067 A

So betitelten die Journalisten Sabine Kuster (AZ Media) und Sebastian Broger einen Beitrag in der Thurgauer Zeitung vom 22. Junib 2019. Selten sprechen Tageszeitungs-Artikel eine so offene Sprache. Sie thematisieren das V erschwinden von günstigem Wohnraum. «Weltweit werden Tieflohnarbeiter aus den Städten vertrieben».  Ausführlich wird die SP-Nationalrätin Jacqueline Badran zitiert, die sich als fast einzige Politikerin etwas grundsätzlicher mit dem Thema befasst. Einige Zahlen werden genannt: Noch besitzen die Privaten 40 Prozent alles Immobilien in der Schweiz, Aktiengesellschaften und GmbHs 36 Prozent – und Immobilienfirmen nur 9 Prozent. Aber das ändert sich. 2018 wurden in Basel Immobilien wie folgt gebaut: 30 Prozent durch Immobilienfirmen, 30 Prozent durch AGs und GmbHs und nur 7 Prozent durch Private. – Allerdings sagt die Rechtsform der Eigentümer wenig aus über die Situation. Da stehen  wohl Einfamilienhausbesitzer neben Eigentümern von grossen Wohnblöcken. Eine Tendenz kommt aber trotzdem zum Ausdruck. Ein Leserbrief zu diesem Artikel befasst sich mit den tiefer liegenden Ursachen. (Bild anklicken)  

 

Publikationen

OrganisationBerufDiscountphnomenSchferCover23258 72 dpiCover KDiese Website war zunächst fast deckungsgleich mit dem Anliegen, das Buchprojekt Solidarwirtschaft vorzustellen. Inzwischen ist sie mit zahlreichen Blogbeiträgen über dieses Ziel hinausgewachsen. Das Erscheinen eines zweiten Buchs Eintopf und Eliten ist der Anlass, die Website neu zu gliedern. Der Bereich Publikationen ist nun ausgebaut und umfasst auch einige frühere Veröffentlichungen, ausserdem Zeitschriften- und Fachbuchartikel.

 Zur Seite Publikationen gehen

Boden behalten – Stadt gestalten

Cover KDie einen mögen das Ziel haben, den Kapitalismus zu überwinden. Andere haben gesellschaftliche Konzepte vor Augen, mit deren Umsetzung alles viel besser würde. Doch wie kommt man im Sozialen von hier nach dort? Nur indem man im Sozialen selbst konkrete Schritte aufzeigt und tut. Wie genau Schritte gemacht werden und welche Überlegungen dabei leitend sein können, das ist im eben (Mai 2019) erschienenen Buch «Boden behalten – Stadt gestalten» beschrieben.

Um zum vollständigen Beitrag zu gelangen, bitte Bild anklicken.

«Eine entzückende Philosophie!»

Steiner

LeninDie Philosophin eröffnete ihren Workshop mit der erkenntniskritischen Frage, ob es überhaupt möglich sei, ein getreues Abbild der Realität zu erhalten. Denn zwischen Sinneswahrnehmung und Bewusstsein verlaufen derart viele Prozesse (in den Sinneszellen, Nervenbahnen, Gehirn), dass wir nicht von einer Übereinstimmung unseres Bildes mit der Wirklichkeit ausgehen könnten. Was uns zum Bewusstsein gelange, seien nur Empfindungen. Diese Problemstellung hat unzählige Philosophen beschäftigt, u.a. W.I. Lenin und Rudolf Steiner. (Ein Klick auf eines der Bilder führt zum Haupttext.)

Beispiel Baureglement

bandicam 2018 10 24 17 17 16 089Etwas mühsam kurvt der Postbus um das Hotel Staila im bündnerischen Bergdorf Fuldera. Stünde das Hotel nicht an diesem Platz, könnte der Bus geradeaus fahren. Damit Häuser nicht öfter sozusagen mitten in der Strasse und damit dem Verkehr im Weg stehen, wurden in Preussen Mitte des 19. Jahrhunderts die «Fluchtlinien» erfunden. Sie gehörten zu den ersten modernen bauplanerischen Massnahmen in Mitteleuropa. 

Auf das Bild klicken, um zum Beitrag zu gelangen

Die Illegalität von Kartellen — Kehrseite der Marktideologie

Quadroni

In einer herausragenden Reportage schildert eine Journalistengruppe (Anja Conzett, Sylke Gruhnwald und Gion-Mattias Durband) der Online-Zeitung REPUBLIK das Funktionieren und das Auffliegen eines Baukartells im Unterengadin. Zunächst Beteiligter, dann Aussteiger, Whistleblower und Verfolgter ist der Bauunternehmer Adam Quadroni. Involviert sind nicht nur Bauunternehmer, sondern auch deren Verband und vermutlich auch staatliche Organe, die sich trotz eindeutigen Hinweisen sehr wenig für die Geschehnisse interessieren, stattdessen dafür besorgt sind, dass Quadroni mit roher Polizeigewalt in eine psychiatrische Klinik eingeliefert wird.

Verständlicherweise erhält das Schicksal des Whistleblowers Quadroni in den Leserkommentaren grosse Aufmerksamkeit. Ebenso natürlich das illegale Handeln der Bauunternehmen und die vermutete Verfilzung mit staatlichen Stellen. Weniger im Vordergrund stand der systemische Aspekt (Kooperation / Markt / Kartell). Diesen griff ich in einem Diskussionsbeitrag auf, der einige Zustimmung fand. Mehr zum Thema — bitte auf das Bild klicken.