Vertrauensverlust?

fischer-peter-a-originalSehr geehrter Herr Fischer

„Wenn es um die Kritik am ständig zunehmenden Einfluss des Staates oder um die Kritik an der Unterwanderung der Verantwortung durch immer detailliertere Vorschriften geht, sehen Sie mich auf Ihrer Seite. Wer allerdings etwas dagegen unternehmen will, muss sich auf eine vollständigere Analyse stützen. Denn Vertrauen kann sicher nur derjenige erwerben, der nicht aufgrund seiner Analyse schon auf den ersten Blick als parteilich angesehen werden muss."

Hier der NZZ-Artikel und eine Antwort darauf.

Bild: NZZ

Wohneigentum als Umverteilungsmotor

DSC 2190Vor der Umverteilung gab es eine Verteilung – sonst könnte nicht umverteilt werden.

Logisch! Aber im Gegensatz zu Umverteilung wird von Verteilung nur wenig berichtet. Beziehungsweise: man merkt es manchmal nicht. So war es beispielsweise am Freitag, 21. November 2014. Die NZZ schrieb: „Der Marktwert der Wohnimmobilien im Besitz privater Haushalte kletterte [2013] um 77 Mrd.". Was bedeutet der oben zitierte Satz?

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Bild: Matthias Wiesmann

Britischer Zentralbanker: Kooperation statt Markt

Andy HaldaneDie globale Finanzkrise hat laut Andrew Haldane von der Bank of England die Schwächen der modernen Ökonomie aufgedeckt.

Ein Umdenken sei notwendig. Auch er will auf Adam Smith zurückgreifen, aber auf ein früheres Werk, das nicht Wettbewerb, sondern Kooperation betont.

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Immobilieneigentum und Umverteilungsstaat

UmverteilungEs gibt Milliarden, die stehen für ein öffentliches Drama in unbegrenzter Fortsetzungsfolge, z.B. die derzeit etwa 14 Mrd. Schulden der Invalidenversicherung. Es gibt andere Milliarden, von denen redet man kaum oder man nimmt sie einfach so hin, je nach Standpunkt mit Freude.

Zum Beispiel die 664 Mrd Wertsteigerung der Schweizer Immobilien innerhalb der letzten 10 Jahre. Es handelt sich um eine Umverteilung von (Immobilien-)Besitzlosen zu Besitzenden. Mit dieser Wertsteigerung könnte die AHV jährlich 1.7 mal sämtliche Renten ausbezahlen oder die vieldiskutierten IV-Schulden könnten in einem einzigen Jahr 4.6 mal zurückbezahlt werden. Zum Beitrag: bitte auf das Bild klicken.

Staatsfördernde Liberale und staatskritische Linke

GrundbuchSieben Punkte zur Entwicklung der letzten 150 - 200 Jahre - und zur Zukunft

Gegeneinander und doch mit derselben Wirkung arbeiten staatskritische Rechte und staatsfreundliche Linke an einem immer stärker werdenden Einheitsstaat. Die in unserem Gemeinwesen ursprünglich wichtige Selbstverwaltung bleibt auf der Strecke. Wenn neue, von dominanten Staaten und Weltkonzernen einvernehmlich vorangetriebene Handels- und Investitionsabkommen Wirklichkeit werden, bleibt unserem Souverän immer weniger zu entscheiden. Die Schweizer Regierung wird definitiv zur Quantité négligeable. Dann hilft nur noch Selbstorganisation / Selbstverwaltung der Bürger und KonsumentInnen. Eine solche muss heute vorbereitet und geübt werden. Weiter zum vollständigen Text: Bitte auf das Bild klicken.

Von sektiererischen und opportunistischen Eliten

RebeSilvio Borner, der Basler Ökonomieprofessor von gestern (bzw. emeritiert), den die "Weltwoche" einen Liberalen nennt, der sich dessen nicht schäme, machte kürzlich auf dem NZZ-Podium aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Wie er nebenbei durchblicken lässt, ist er am Schreiben eines neuen Buchs. Deshalb hat er wohl keine Zeit, einige Fakten zur Kenntnis zu nehmen. Deshalb kann er nicht verstehen, weshalb "wir die hungernden Afrikaner vor GVO-Nahrungsmitteln bewahren und den Chinesen vormachen, wie man eine 2000-Watt-Gesellschaft herbeizaubert. Dabei wollen die Afrikaner mehr zu essen haben und die Chinesen wohlstandsmässig zu uns aufholen, weshalb sie eine 6000-Watt-Gesellschaft anpeilen. Was wir im besten Fall an Energie pro Jahr einsparen, wird in China jedes Jahr um ein Vielfaches mehr verbraucht." Geradezu aggressiv gebärdet er sich gegen Ökologen, wie dieser kurze Beitrag zeigt. (Bitte Bild anklicken, um zum Beitrag zu kommen.)

Bild: Matthias Wiesmann

Ökonomen bewusst unzulänglich ausgebildet?

Vorlesung 2008 brach über die Wirtschaft weltweit eine Katastrophe herein. Das Er­staunliche dar­an: Kaum ein Wirtschaftswis­senschafter hatte die Ereignisse kommen sehen.

Staa­ten mussten Ban­ken retten. Viele Staaten stehen heute selber ge­wissermassen mit dem Rücken zur Wand. Wie in der Medi­zin werden kurzfristig wirk­same Medika­mente verab­reicht – dort Antibiotikaschwemme, hier Geldschwemme. Die Langzeitwir­kungen kümmern nur wenige. – Was ist mit den Wirt­schaftswissenschaften los? Die Ökonomen sind unzulänglich ausgebildet - mit System. Der Text stammt aus dem Abschnitt "Denkgewohnheiten und -blockaden" aus dem Buch in Entstehung. Bitte auf das Bild klicken, um zum Hauptbeitrag zu kommen.