Sie sind ein Esel

Ein alter, weisser Mann zu sein, hat EselVorteile. Man ist mit den Attributen alt und weiss bereits gestempelt. Wokenness kann man getrost anderen überlassen. Die Verwendung des generischen Maskulinums beispielsweise ist vielleicht nicht entschuldigt, aber doch gewissermassen altershalber verständlich und halbwegs verziehen. Allerdings hatte ich mich lange Zeit bemüht, Mitgemeinte nicht nur mitgemeint sein zu lassen, sondern ihnen explizit auch Referenz zu erweisen. Also: liebe Leserinnen und Leser ….

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Zu diesem Blog-Beitrag gibt es inzwischen zwei Ergänzungen.

Cancel Culture

MuschgDie öffentliche Diskussion scheint mehr und mehr einem pawlowschen Reiz-Reaktion-Mechanismus zu folgen.  Pawlow hat den Mechanismus in Hundeexperimenten demonstriert und dafür den Nobel-Preis erhalten. Der Mechanismus besteht darin, dass auf einen Reiz (Glocke) der Speichelfluss (Reaktion) einsetzt, nachdem der Hund die Erfahrung gemacht hatte, dass die Glocke Futter anzeigt. Der Clou dabei: der Speichelfluss setzt auch ein, wenn nur noch die Glocke ertönt, aber kein Futter «aufgetischt» wird. Inzwischen ist die öffentliche Diskussion fast buchstäblich auf den Hund gekommen: Kommentatoren geifern, wenn sie bestimmte Signale vernehmen, welches auch immer die Intention des Signalgebers (im jüngsten Fall von Adolf Muschg) gewesen sein mag und welches auch immer der Kontext war.

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Ein neues Blog-Kapitel

WegweiserMit diesem Eintrag weise ich auf einen neuen Punkt im Inhaltsverzeichnis dieses Blogs hin – er heisst Politik / Gesellschaft – und zugleich auf den einführenden Beitrag dieses «Kapitels». Dem Anliegen, das ich damit verbinde, könnte man den Namen «geistige Lockerungsübung» geben. In gesellschaftlichen Debatten kann man ja sehr oft den Eindruck bekommen, die Einstellungen zu einem Thema würden mit einem simplen Links-/Rechts-Regler hervorgebracht. Beispielsweise in Sachen Corona: wer den Regler gegen links geschoben hat, verhält sich loyal entsprechend den Anweisungen der Behörden und bringt viel Verständnis auf für die Massnahmen, aber wenig für diejenigen, die sich mit den Anweisungen nicht abfinden wollen. Wer den Regler nach rechts geschoben hat, beklagt die Beschneidung der Freiheit und wittert womöglich Diktatur.

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Fall eins: Vier Bioläden

FalleinsIst es richtig, dass in einem eher kleinen Markt «ungehindert» mehrere Unternehmen entstehen, die alle kaum Überlebenschancen haben? KonsumentInnen und Lieferanten müssten eigentlich festhalten, was es braucht und den Initianten / Initiantinnen raten oder abraten beziehungsweise sie unterstützen.

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Fall zwei: PET-Recycling

FallzweiDer Staat gibt die Ziele vor, die Branche sorgt selber für das Recycling. Könnte man das nicht als modellhaft ansehen und kopieren?

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Fall drei: Die Reklametafel

FalldreiWas ein Geschäft oder Restaurant an die Fassade montieren oder vor das Lokal stellen darf, ist oft streng reguliert. Wie wäre es, wenn da, wo noch keine Regulierung besteht, die Betroffenen involviert würden, um Lösungen zu finden – wie beim PET-Recycling?

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Fall vier: Rohstoffeinkauf und Preis

FallvierEs gibt die Möglichkeit, Offerten einzuholen, die Lieferanten gegeneinander auszuspielen, um den tiefstmöglichen Preis zu erreichen. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, den nachhaltig besten Preis zu erreichen.

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