Schleichender Vertrauensverlust?

Peter A. Fischer, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung, ist besorgt. Er diagnostiziert „schleichenden Vertrauensverlust". Einige Punkte seiner Diagnose:

  • Zur Erosion des Vertrauens in «die Wirtschaft» tragen nicht nur in der Schweiz wirtschaftsfeindliche Parolen der kapitalismuskritischen Linken wie der nationalistischen Rechten bei.
  • Tatsächlich gibt es ein paar Probleme wie Zersiedelung und Überlastung der Infrastruktur und des Wohnungsmarktes.
  • Und zu lange meinten es sich Konzerne und vielbeschäftigte Spitzenmanager leisten zu können, so «global» zu sein, dass sie sich um provinzielle Politik am Konzernstandort nicht zu kümmern brauchten.
  • Aber der freie Wettbewerb in einem liberalen Markt führe zu weitaus effizienteren Sanktionen für Fehlverhalten als behördliche Kontrolle.
  • Deshalb führt der Ruf nach staatlicher Korrektur und Kontrolle, die Regulierungswut, die seit der Finanzkrise nicht nur den Finanzsektor erfasst hat in die Irre.

Hier ist der gesamte Beitrag nachzulesen.

Ich schrieb ihm:

„Wenn es um die Kritik am ständig zunehmenden Einfluss des Staates oder um die Kritik an der Unterwanderung der Verantwortung durch immer detailliertere Vorschriften geht, sehen Sie mich auf Ihrer Seite. Wer allerdings etwas dagegen unternehmen will, muss sich auf eine vollständigere Analyse stützen. Denn Vertrauen kann sicher nur derjenige erwerben, der nicht aufgrund seiner Analyse schon auf den ersten Blick als parteilich angesehen werden muss."

Hier ist der ganze Brief zu lesen.