Boni für alle!

Verdeckt vom realen Machtgefälle in Unternehmen liegt die wirtschaftliche Situation vor, dass Menschen in einer Unternehmung arbeitsteilig und unter Nutzung von Boden / Gebäuden und Einsatz von Kapital (Maschinen, Apparate) eine Leistung hervorbringen und damit einen Ertrag bzw einen Ertragsüberschuss (Bruttogewinn) erzielen, der zu verteilen ist.
Wie die Verteilung des Ertragsüberschusses erfolgt, hat mit gesellschaftlichen Konventionen bzw. mit Machtstrukturen zu tun und ist letztlich nicht eine wirtschaftliche, sondern eine rechtliche Frage. Bereits heute gibt es eine Kategorie von Angestellten, die nicht nur einen Lohn bezieht, sondern auch an einer Ertragsverteilung partizipiert. Es gibt keinen Grund, nur das Topmanagement in solche Modelle einzubeziehen.
Unternehmungen sind daran interessiert, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich stark mit der Unternehmung identifizieren und – je nach Funktion – auch unternehmerisch im Sinne des Ganzen handeln. Dieses Ziel kann letztlich nur erreicht werden, wenn der Lohn-Gewinn-Gegensatz aufgehoben und die Ertragsverteilung nach einem nachvollziehbaren Schlüssel vollzogen wird- nicht nur für Eigentümer / Aktionnäre und Topmanagement, sondern auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Siehe zu diesem Thema auch "Beruf und Einkommen" in Thema des Tages