Aus dem Inhalt

textil child laborer small"Als die Familie von Jakob und Heinrich Senn in Fischenthal im Zürcher Oberland und die Familie von Franz Michael Felder in Schoppernau im Bregenzerwald in der ersten Hälf­te des 19. Jahr­hunderts vom Spinnen auf's Weben bzw. Sticken umstiegen, ge­schah das auf Druck des beginnenden Industriezeitalters. Spinnmaschinen ver­drängten die Handar­beit. Schon bald folgte die nächste Verdrängung durch Webstühle und Stick­maschinen. Der Alltag der Textil-Heim­arbeiterinnen und -heimarbeiter wurde tiefgrei­fend verändert. Von wem? Wie nie zu­vor wurde deutlich, dass Menschen gross­räumig Betroffene oder Objekt von wirt­schaft­li­chen Entwicklungen sind, die sie nicht selber be­einflussen kön­nen, die aber auch keinen identifizierbaren Verursacher haben. Objekt sind die Menschen in ihrer Mehrheit geblieben. Dieses Buch handelt davon, wie Men­schen ver­mehrt wieder zu Subjekten des Wirtschaftsgeschehens werden können."

Dies sind die ersten Zeilen des Buchs.

Hier auf der Website (Menü-Punkte Teil 1 bis Teil 5) sind die Überschriften zu den einzelnen Abschnitten zu lesen. Die Seitenzahlen beziehen sie auf das Manuskript. Änderungen auch des Inhalts durch das Lektorat sind vorbehalten.

 

CoOpera-ReiseCoOpera Reisegruppe bei Sarah Wiener in Berlin

Buch, Umfeld und Autor

Der Impuls zum Buch kam aus dem Umfeld, dem Verlag und der CoOpera. Seit 30 Jahren betreibt die CoOpera, gegründet als Personalvorsorgestiftung in einem engen, vom Gesetzt bestimmten Rahmen, eine Art Handlungsfoirschung (Action Research). Mehr zur CoOpera siehe Website. Ausgangspunkt ist immer wieder die Wirkung von und der Umgang mit Kapital. Hier entstand im Laufe der Zeit reiche Erfahrung. Sollte man nicht einmal eingehender darüber schreiben? - Die Frage war an mich gerichtet.

An mich, Matthias Wiesmann (Jahrgang 1945). Ich bin in der Ostschweiz aufgewachsen und zur Schule gegangen. Eigentlich wäre ich dann gern Architekt geworden. Aber es gab (und gibt) schon so viele schlechte Architekten. Weshalb sollte gerade ich ein guter sein? Deshalb strebte ich an, über ein sozialwissenschaftliches Studium in Richtung Raumplanung zu gehen, machte ein Praktikum am Institut für Orts- Regional und Landesplanung an der ETH, sah, wie der Hase läuft (schöne Ideen entwickeln, um diese anschliessend in den Shredder der Politik einzuspeisen), fand Gefallen an Soziologie, studierte dies in Bern und Freiburg i.Br., wo ich auch abschloss. Danach kurze Zeit in der Hochschulplanung des Kantons Aargau (für den Shredder der Politik; die geplante Bildungshochschule, für die ich Greenhorn das Budget erstellt hatte, wurde nie realisiert), einige Jahre Assistent am Betriebswirtschaftlichen Institut der Universität Bern.

So wie zuvor oder später einige Freunde, machte ich mich an die Gründung einer Unternehmung: Grosshandel mit Bioprodukten. Ich kam von der akademischen Seite her. Biogrosshandel liess mich Wirtschaft hautnah erleben. Dieser Bereich war jahrelang meine Hauptbeschäftigung. Er ist mir bis heute nahe geblieben. Im erwähnten Kreis von Freunden wurde ein Problem diskutiert: Wie gehen wir um mit dem kommenden gesetzlichen Obligatorium der betrieblichen Altersvorsorge. Monatlich beträchtliche Geldbeträge der Mitarbeitenden an irgendeine grosse Versicherung abführen? Diese Vermögen und das, was damit gemacht wird, gänzlich aus den Augen verlieren? Das kam nicht in Frage. Es wurde möglich, die CoOpera Sammelstiftung PUK zu gründen (siehe Link oben).