7. Politische Initiativen zur Veränderung des Bodenrechts

In den 40-er Jahren des letzten Jahrhunderts verlangte eine eidgenössische Initiative: „Der Bund trifft in Verbindung mit den Kantonen die erforderlichen Massnahmen, um das nutzbare Grundeigentum der Spekulation zu entziehen. Diese Massnahmen bezwecken insbesondere: Landwirtschaftlich nutzbaren Boden soll nur erwerben können, wer ihn als Grundlage seiner Existenz selbst bebaut. Im Sommer 1967 wurde über eine Volksinitiative abgestimmt, die „Massnahmen zur Verhinderung einer ungerechtfertigten Steigerung der Grundstückpreise, zur Verhütung von Wohnungsnot und zur Förderung einer der Volksgesundheit und der schweizerischen Volkswirtschaft dienenden Landes-, Regional- und Ortsplanung" forderte. Die Initiative wur­de mit gut 2/3 Nein-Stimmen abgelehnt. Eine wei­tere Initiative, die sogenannte „Stadt-Land-Initiative" ent­stand in bäuerlichen Kreisen der Westschweiz. Motiviert war sie durch die Sorge um den Erhalt des landwirtschaftlichen Landes. Diese Initiative wurde am 4. Dezember 1988 noch deutlicher abgelehnt als ihre Vorgängerin.