8. Politische Initiativen zur Veränderung des öffentlichen / staatlichen Umgangs mit Boden

Im Zeitraum seit der Ablehnung der Stadt-Land-Initiative 1988 hat sich die öffentliche Meinung betreffend Boden und Immobilienbesitz verändert. Das Eigentum ist zwar gewährleistet, aber es ist seit kurzem nicht mehr erlaubt, in beliebi­ger Menge Zweitwohnungen zu produzieren und zu besitzen. Hier rückt der Nut­zungaspekt wieder ins Blickfeld: (Zweit-) Wohnraum soll genutzt werden, sonst ist der Besitz nicht legitim. Die Kulturlandinitiative im Kanton Zürich rückt 2012 die Beweggründe der (landwirtschaftlichen) Initianten der Stadt-Land-Initiative in den Vordergrund. Die Stimmbürger haben massive Einschränkungen für die Bebau­barkeit von Land beschlossen. Auch die Diskussion des Raumplanungsge­setzes zeigt, dass nicht mehr Ge­werbe und Bauwirtschaft allein den Ton angeben, sondern auch die Sorge um die Sied­lungsentwicklung sehr vernehmbar geworden ist. Die Initiative „Boden behalten – Basel gestalten" verlangt, dass der Kanton Boden nur noch im Baurecht abgibt.