12 Einzel- und Gruppeninitiativen gegen missbräuchliche Inanspruchnahme von Boden

(Strassenbau, Golfplätze usw.)

Im März 2000 kommunizierte der Kanton Bern: „Die Gemeinderäte von Münsingen und Rubigen leiten ein Umzonungsver­fahren für einen Golfplatz ein. Der wichtigste private Grundeigentümer und der Kanton Bern sind im Grundsatz bereit, ihr Land im Baurecht an eine private Initiantengruppe, welche die Golfanlage realisieren will, abzugeben. Darstellung der verschiedenen Bodenstiftungen." Der Golfplatz wurde nie realisiert. Es handelt sich um eines von vielen Projekte, die von Bürgerinitiativen verhindert worden sind, um Bürger- und naturnahere Lösungen zu realisieren. Heute wird die 17 ha grosse Fläche von der Stiftung Bächtelen, einer Einrichtung für Jugendliche mit einer Lernbehinderung, biologisch be­wirtschaftet. Das heute wohl prominenteste Beispiel eines Nutzungskonflikts ist Stuttgart 21.
Ein latenter und immer wieder aufflammender Konflikt hängt mit dem Zugang zu den Seen zusammen. Die Gewässer gehören dem Staat, d.h. der Öffentlichkeit. Über lange Uferstrecken wird die Öffentlichkeit aber von ihrem Eigentum abgehalten, da die angrenzenden Grundstücke in Privatigentum sind. Hochgewachsene Hecken sollen den Blick auf Grundstücke verhindern. Damit verhindern sie auch den Blick auf den See. Das Zurückschneiden der Hecke wird als schwerwiegender Eingriff in das Eigentumsrecht gewertet.