14. Innovative Lösungen zur Behebung von Notständen

Zur Lösung von Notständen tragen nicht zuletzt auch Hausbesetzer bei. Oft sind die Lösungen (verständlicherweise) nicht nachhaltig. In Einzelfällen können nachhaltige Lösungen gefunden werden – im folgenden das von Edith Maryon entwickelte Konzept für die Liegenschaft Rigaerstrasse in Berlin: „Die Gebäude haben eine wechselvolle Geschichte hin­ter sich, die von Besetzung, Abbruch, Verkauf, Kampf um Erhalt und Kreativität im Umgang mit Lebensraum, ebenso wie von der legendären Russenbar geprägt ist. Ursprünglich war es eines der ersten besetzen Häuser nach der Wende, was es blieb, bis die Stiftung Edith Maryon das Gelände 2008 kaufte. Sie wiederum verkaufte das Gebäude auf der Basis ei­nes Erbbaurechtsvertrages mit einer Dauer auf 99 Jahre an die Rigaer 78 GmbH, die ihrerseits aus zwei Gesellschaftern, dem Hausverein, bestehend aus den Bewohnern, und dem Mietshäuser Syndikat besteht." Website Edith Maryon. Ein ganz anderes Modell, ebenfalls in Berlin, von der CoOpera mitfinanziert: „Als 1990 die SelbstBau e.G. mit dem ersten Hauskauf in der Rykestraße gegründet wurde, war nicht klar, dass dies der Beginn eines Konzeptes war, das sich auch auf andere Häuser übertragen und entwickeln ließ. Fast jährlich hat sich ein Wohnprojekt der Genossenschaft angeschlos­sen. Das Grundprinzip der SelbstBau e.G. bei jeder Erweiterung war, dass sich ein neues Hausprojekt mittelfristig wirt­schaftlich selbst trägt und die bestehenden Projekte finanziell nicht belastet. Aus den Rücklagen der bestehenden Häu­ser kann zwischenfinanziert, grundsätzlich aber nicht subventioniert werden. Grundsätzlich erwirbt oder pachtet die Ge­nossenschaft nur Häuser, wenn der überwiegende Teil der Bewohner dies möchte und sich am Projekt beteiligt." Websites Nutzungseigentum und Gemeingut Boden