6. Ursachen der Entwicklung 2: Ökonomie

Ertragswert: „Der Bodenpreis ist nichts als die kapitalisierte und daher vorausberechnete Rente." K. Marx, Kapital III, MEW 25, 816. „ ... unter dem Einfluss von solchen Rechts- und Machtverhältnissen geschieht fortwährend das, dass der Betreffende, der das freie Verfügungsrecht über den Grund und Boden hat, sich mit sich selber besser abfindet, als er die anderen abfindet, wel­che er zur Arbeit heranzieht, welche ihm die Erzeugnisse durch Arbeit liefern." Rudolf Steiner: Nationalökonomischer Kurs, 7. Vortrag. Je höher die Ertragsmöglichkeiten sind, desto höher ist die Bereitschaft, für Boden (Miete) höhere Beträge einzusetzen.
Boden als Anlageobjekt: „Immobilien sind ein wichtiges Element des Wohlstandes. Sie machen in der Schweiz rund 42% der gesamten Vermögen der privaten Haushalte aus." Aline Müller (SECO) in Die Volkswirtschaft 6-2012
„In Deutschland hatten die privaten Haushalte bis zum Jahr 2006 ein Bruttovermögen von insgesamt 10,4 Billionen Euro aufge­baut. Davon entfielen 46,3 Prozent auf Immobilien und 43,6 Prozent auf Geldvermögen." Bundeszentrale für politische Bildung
Zinsentwicklung: „Betrachtet man die Zinsen über einen sehr langen Zeitraum, dann fällt auf, dass im Jahr 2011 die Zinsen so tief wie noch nie in den vergangenen 160 Jahren waren. www.finanzmonitor.com Billiges Kapital macht den Wohneigentumserwerb billig. Das führt zu steigender Nachfrage und in der Folge zu Preissteigerungen im Immobilienmarkt und regional zu spekulati­ver Überhitzung. Hier lag denn auch der Auslöser der Finankrise 2008 ff.