5. Ursachen der Entwicklung 1: Demographie / Wohlstand

Der Wohnflächenbedarf ist in den letzten Jahrzehnten laufend gestiegen. „Wichtige Treiber dieser Entwicklung sind demografi­sche Veränderungen und gesellschaftliche Trends (mehr Einzelhaushalte mit tendenziell höherem Platzbedarf) sowie der wach­sende Wohlstand in weiten Teilen der Bevölkerung. 1980 beanspruchte eine Person in der Schweiz im Durchschnitt 34 m² Wohnfläche, im Jahr 2000 waren es bereits 44 m², und heute dürfte der Wert bereits bei rund 48 m² liegen. Dieser Trend geht weiter. Aktuelle Schätzungen beziffern den Wohnflächenbedarf für 2030 auf rund 55 m² pro Person." (Bundesamt für Raumentwicklung) Während Durchschnittszahlen bei Einkommensstatistiken nie als ausreichend akzeptiert würden, müssen wir bei der Entwick­lung von Wohnflächen damit vorlieb nehmen. Zweifellos streut die beanspruchte Fläche jedoch beträchtlich. Hinzu kommt, dass ein Einfamilienhaus von 150 m2 Wohnfläche nie mit einer entsprechend grossen Wohnung in einem Wohnblock oder gar Hochhaus verglichen werden kann. Aussagekräftig wären nur Bruttoflächen pro Wohnung. Das heisst: die beanspruchte Umge­bungsfläche müsste anteilmässig der Wohnfläche zugerechnet werden.