Text 2: Unternehmertum

"Es gibt (chemische) Elemente, die man mischt, und dann be­ginnt ein Prozess. In vielen anderen Fällen muss zuerst Pro­zesswärme zuge­führt werden. So ist es auch in der Wirt­schaft. Boden, Arbeit, Kapital sind die „Zutaten". Es braucht den unter­nehmerischen Impuls als Pro­zesswärme. Jeder und jede kennt zwei unter­schied­liche Stimmungen: Da steht ein altes Gebäude im Stadtzentrum, das man für ein paar Jahre nutzen könnte. Im einen Fall wird end­los ausge­tauscht: „man könnte", „man sollte", vielleicht werden Pläne so­gar konkre­tisiert. Es gibt eine kurz aufflammende Begei­ste­rung. Aber niemand macht et­was. Im anderen Fall sagt bald je­mand: ich will da einsteigen, wer macht mit?! Der Pro­zess kommt in Gang. Wirtschaftliche Entwicklung steht und fällt mit initiati­vem Un­ternehmertum."

Bereich erkunden

Unternehmung: dabei kann es sich um einen Familienausflug, ein Klassentreffen, um die Gestaltung eines Gartens oder um eine Gründung eines Vereins oder eines Dienstleistungsbetriebs handeln. Wie lässt sich der Ablauf im konkreten Fall beschreiben. Idee, Kritik, Initiative, Diskussion, Information, Vereinbarung und weitere Vorgänge? In welcher Reihenfolge, von wem eingebracht, Reaktionen. Welches sind die Voraussetzungen, damit überhaupt ein Anfang gemacht wird; welches die Voraussetzungen, dass das Vorhaben zur Durchführung kommt; welches die Voraussetzungen, dass eine Initiative längerfristig Bestand hat?
Welches sind die Motive, die der Gründung zugrunde liegen? Eigene Bedürfnisse? Bedürfnisse anderer? Hat das Unternehmen Nebeneffekte auf Dritte? Werden solche bedacht? Werden Betroffene einbezogen?
Beschreibung bekannter Unternehmen (im Kultur- oder Wirtschaftsbereich). Was ist von deren Gründung bzw. Gründer bekannt? Wie ist der Erfolg zu erklären? Gibt es Schattenseiten?

Zusammenhänge herstellen

Initiative zwischen Geistesleben und Wirtschaftsleben. Rolle rechtlicher Aspekte. Initiative und Umfeld / Umwelt.